Blicke, Stimme und Körpersprache

Kommunikationsformen

Hier geht es um den Informationsaustausch zwischen Opfer und Täter. Wenn man sich in einem ungewohnten sozialen Umfeld befindet, einem Szene-Lokal oder einem anderen Kulturkreis, dann kann dein „normales“ Verhalten schnell irritierend oder provozierend wirken.

Beim Empfinden oder der Interpretation von Körpersprache ist es wie bei jeder Art von Kommunikation. Es ist nicht entscheidend, was du als Sender glaubst zu vermitteln. Ausschließlich relevant ist, wie der Empfänger die Botschaft interpretiert. Das bedeutet, dass du wissen mußt wie das Verhalten deinerseitss wirklich interpretiert wird.  Du hast drei Möglichkeiten der Kommunikation:

  • Körpersprache
  • Stimme
  • gesprochenes Wort

Die Bedeutung beim Empfänger ist jedoch sehr verschieden. Zu mehr als 50 % wirkt die Körpersprache auf ihn, an zweiter Stelle steht die Stimmlage und mit Abstand, erst an dritter Stelle die Bedeutung dessen, was  gesagt wurde. Untersuchungen haben gezeigt, dass nur 10 % bis 20 % des gesprochenen Inhalts vom Empfänger registriert werden.

Anders ausgedrückt, Körpersprache und Stimmlage haben mit Abstand die größte Bedeutung bei der Kommunikation. Denk ans telefonieren. Wie du ein Telefongespräch persönlich empfindest, wird dominiert von der Stimmlage des Anrufers und wie er spricht. Dein Verhalten ist nur „stimmig“ oder passend zur Situation, wenn Körpersprache und Stimmlage auch dem entsprechen, was du gesagt hast.

Blicke

Augen haben eine große Symbolik und Blicken wird alles Mögliche nachgesagt. Fakt ist, wenn  Blicke falsch interpretiert werden, dies provozieren kann und man in unangenehme Situationen geraten können.

Prüfe es an dir selbst, wann empfindest du es als unangenehm angeschaut zu werden? Achte bewusst auf die aufkommenden Empfindungen.

Wie lange dauert es, bis man sich angestarrt fühlt? Viele Menschen empfinden schon einen ununterbrochenen Blickkontakt von mehr als 1 Sekunde als Anstarren.

Abhängig vom Umfeld, dem Gemütszustand des Gegenübers oder der spezifischen Situation kann das dann individuell als Belästigung, Bedrohung oder auch nur als Interesse aufgefasst werden. Du erkennst hoffentlich, die falschen Blicke können schon den Grundstein zu weiteren Auseinandersetzungen legen.

Deshalb immer „Aufmerksamkeit“. Erfasse schnell und korrekt wo du bist und mit wem du es zu tun haben. Aber wie geht es jetzt weiter? Wen dürfen Sie überhaupt noch anschauen und wie, wenn Sie einen Raum betreten?

Stimme

Zwei Bereiche sind, wie gerade schon erwähnt, als besonders kritisch anzusehen. Die Körpersprache und die Stimme. Ist deine Stimme stotternd, gepresst oder piepsig, so ist offensichtlich, dass du unsicher und verängstigt bist. Der Adrenalinstoß und falsche Atmung sind dafür verantwortlich.

Atme regelmäßig ein und aus. Die Luft auf keinen Fall lange anhalten/pressen. Oft ist man sich dessen gar nicht bewusst und merkt es erst, wenn einem die Luft ausgeht. Atme bewusst ein, halte die Luft maximal 1 Sekunde an und atme dann vollständig aus. Spreche beim Ausatmen. Das solltest unbedingt üben, auch was die Lautstärke angeht.

Körpersprache

Die Körpersprache definiert also primär, welche Nachricht dein Gegenüber empfängt. Erwiesen ist auch, dass die Körpersprache nie ganz zur Ruhe kommt. Bedeutet, Sie können zwar verbal erklären, dass Sie keine Angst haben und alles unter Kontrolle ist. Ihre Körpersprache sagt aber vielleicht etwas anderes. Jemand, der Sie provoziert und bedroht erkennt das instinktiv. Diese Typen riechen das förmlich, weil sie es ständig machen und Spaß daran haben. Sie befriedigen damit ihre Machtgelüste. Wenn Sie also wollen, dass Ihre Körpersprache Sie nicht gleich verrät, dann müssen Sie wissen, wie Sie auf andere wirken, und Ihr Verhalten anpassen.

Fühlen Sie sich als Verlierer, so erscheinen Sie auch körperlich wie ein Verlierer. Fühlen Sie sich als Sieger, dann sieht man das auch. Du kannst es körperlich spüren, dass es schwierig ist, eine positive Außendarstellung zu erreichen, wenn derKopf anders denkt. Ein Problem ist das aber nur, wenn man sich dessen nicht bewusst ist. 

Gewöhne dir einen aufrechten Gang an. Sieh nach vorne und nicht nach unten. Schaue Personen, die auf dich zukommen, an. Nur kurz, ohne zu fixieren. Beachte was um dich herum vorgeht und schon wirkst du wie jemand, der bewusst und aufmerksam durchs Leben geht. Du wirkst nicht mehr wie ein interessantes Opfer.

Ein weiterer Faktor ist die Kleidung. Abhängig von der Kleidung die man trägt, entwickelt sich auch ein anderes „Feeling“. Offensichtlich wird das im Freizeitbereich. Für fast jedes Hobby gibt es ja inzwischen entsprechende Kleidung. Entsprechend angezogen fühlt man sich anders, meistens besser. Besonders deutlich wird dies bei Uniformen. Viele Menschen wachsen regelrecht, wenn Sie eine Uniform tragen. Umgekehrt wirken Kleidung und äußeres Erscheinungsbild auch auf uns. Armeehose, T-Shirt, Haare sehr kurz und tätowierte Arme. Auch wenn es sich um einen freundlichen jungen Mann handelt, erweckt er bei den meisten Menschen einen eher fragwürdigen Eindruck. Ich will damit aufzeigen, dass unauffällige Kleidung , in Verbindung mit unsicherer, negativer Körpersprache, für manche Zeitgenossen ein eindeutiges Signal ist.

Ihre Körperhaltung sollte eine natürliche Selbstsicherheit vermitteln, ohne bedrohlich zu erscheinen. Sie wirken dann auch nicht als potenzielles Opfer.

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