Waffen + Begrifflichkeiten

Rechtslage

Wenn di dich mit frei verfügbaren Waffen verteidigen möchten ist es sinnvoll, Grundwissen zum Waffenrecht zu haben. Da Waffen im Spiel sind solltest du auch wissen, welche rechtlichen Auswirkungen eine mögliche Körperverletzung hat. Ansonsten kann es ganz schnell passieren, dass du vom Opfer zum Täter wirst. Hinzu kommt noch, ob die von dir angegebene Notwehr gerechtfertigt und angemessen war. Diese Feststellung ist das Fundament auf dem alles aufbaut. Wird die Notwehr nicht anerkannt, dann kann es wirklich sehr unangenehm werden.

Die bewußte Wahl der Waffe mit der du dichh verteidigen willst setzt hier schon die Grundlage, für eine eher leichte oder schwere mögliche Ahndung (Geldstrafe, Bewährung, Haft).

Nachfolgend einige Begriffe und „Definitionen“  rund um die Themen Notwehr, Waffenrecht und Körperverletzung“. Ich habe versucht die Texte allgemeinverständlich zu verfassen. Sie sollen dir den Rahmen und mögliche Grenzen aufzeigen. Rechtsverbindliche Texte oder Ausführungen kannst du bei Interesse, unter den von mir aufgeführten Links, im Internet nachlesen.

http://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__42a.html

http://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/anlage_1.html

http://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/anlage_2.html

Begrifflichkeiten

 Legal:

gesetzlich erlaubt, dem Gesetz entsprechend, rechtmäßig

Illegal:

gesetzwidrig, rechtswidrig, ungesetzlich, unrechtmäßig,

Umgang:

Mit einer Waffe oder Munition hat, wer diese erwirbt, besitzt, überlässt, führt, mitnimmt, benutzt, herstellt, bearbeitet, instand setzt.

Freie Waffen:  

Sind sogenannte erwerbsscheinfreie Waffen, die jeder ab 18 Jahren legal kaufen kann.

Führen:   

Definiert das Waffengesetz als Ausüben der tatsächlichen Gewalt  über Waffen, ausserhalb des umfriedeten Besitzes.

Ein Verstoß dagegen kann eine Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Straftat darstellen (öffentliche Veranstaltung).

Zugriffsbereit:

Das Bowiemesser mit der 30 cm Klinge, in der Plastiktüte, auf dem Rücksitz Ihres PKW ist zugriffsbereit. Der gerade  gekaufte Gasrevolver, noch original verpackt in der Einkaufstüte, dagegen nicht.

Erlaubnispflichtiges Führen

Für gewisse Waffen gibt es ein Verbot zum Führen mit Erlaubnisvorbehalt. Möchten Sie eine solche Waffe führen, benötigen Sie eine behördliche Genehmigung.

Wenn Sie eine Gas-/Schreckschusswaffe ausserhalb Ihres umfriedeten Grundstücks/Wohnung zugriffsbereit und/oder geladen bei sich haben, benötigen Sie den kleinen Waffenschein. Ein Verstoß dagegen kann eine Straftat darstellen.

Transportieren

Hier befindet sich die Waffe in Ihrer Nähe, aber nicht in Ihrem direkten Zugriffsbereich. Also im Kofferraum Ihres Autos, eingepackt oder in einer Tasche/Transportbehälter, in Ihrem Aktenkoffer oder unten in der Handtasche, am besten eingepackt. Tasche oder Transportbehälter müssen verschlossen sein.

Zuhause:

Umfriedeter Besitz (die Wohnung, privates Grundstück, nicht das Wohnmobil oder der Wohnwagen)

Öffentliche Veranstaltungen

Wer an öffentlichen Sportveranstaltungen, Vergnügungen, Volksfesten, Messen, Ausstellungen, Märkten oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen teilnimmt, darf keine Waffen im Sinne des WaffG § 1 Abs. 2 führen. Dies kann eine Straftat darstellen und wird empfindlich geahndet.

Es gibt Fälle, wo Bereiche mit öffentlichen Veranstaltungen gleichgestellt wurden. Dies betrifft enge Räumlichkeiten wie z.B. Fahrstühle. Sie müssten also vor Betreten des Fahrstuhls die Waffe, welche Sie vorher noch am Körper führen durften entfernen (Gasspray, Messer, Gaspistole). Da kann sich der Aktenkoffer oder die Handtasche anbieten. Auf jeden Fall so, dass sie sich nicht mehr im Zugriff befindet.

Haftungsausschluss

Die Texte im Kapitel 3 wurden basierend auf aktuellen Informationen erstellt, die frei und öffentlich zugänglich waren. Trotzdem können Fehler oder nicht eindeutige Aussagen entstanden sein. Deswegen ist dieser Text  weder als Rechtsberatung, noch in irgendeiner Form, als rechtsverbindliche Auskunft zu verstehen.

Im Falle des Falles sollte immer ein Anwalt zu Rate gezogen werden, der sich mit Selbstverteidigung und Waffengesetzen auskennt. Das letzte Wort hat aber immer das Gericht.

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